Monologische Dialogie

Kommunikation ist jeglicher Informationsaustausch zwischen Lebewesen, ob verbal oder nonverbal spielt dabei keine Rolle.

Mich hat kürzlich eine Anfrage erreicht, wie man wohl aus einem Monolog einen Dialog machen könne. Der Titel dieses Blogs ist mir beim Schreiben eingefallen, bezeichnet er doch die Kunst eines Dialogs (Dialogie), der nur für eine Person logisch ist. Mono-logisch also. (Naja gut eventuell ein wenig weit hergeholt, aber ich mag Wortkreationen und finde der Titel klingt doch irgendwie gut oder?)

Ich nehme an, es war gemeint, wie die interne (Büro-)Kommunikation verbessert werden kann, wenn immer die Selben, immer den selben Kram erzählen. Im Büro. Vor allen. Ständig. Auch mal nervig. Unnötig. Und wie macht man es, dass der Wortschwall endlich aufhört? Wie schaffe ich es, dass repetetive, dümmliche Antworten á la „Also, wenn das jeder so machen würde“ ein Ende in einem produktiven Kontext finden?

Ich bin lieber gleich ehrlich, manche Dinge kann die Personalabteilung besser lösen als ich. Aber es gibt ein paar Grundzüge, die eventuell ein wenig weiterhelfen können.

Mit der Kommunikation ist es wie in diesem Psychologen-Witz treffend formuliert wird:

„Wie viele Psychologen braucht man, um eine Glühbirne einzudrehen?“
„Einen. Aber die Glühbirne muss es auch wirklich wollen.“

Die Kommunikation unterliegt den gleichen Regeln. Wenn einer nicht mitmacht, dann gibt es keine andere Option als die Kommunikation zu beenden. Eine einseitige Kommunikation ist im Grunde genommen gar keine Kommunikation. Sie ist nämlich nicht zwingend ein Monolog. Ein Monolog, der natürlich zu den Kommunikationsformen zählt, beinhaltet einen Empfänger, also jemanden der dem Monolog Beachtung schenkt. Aber nicht jeder geführte Monolog richtet sich an einen Empfänger bzw. nicht jeden Redeschwall erwarten aufmerksame Ohren.

Eine verbale Formulierung von sinntragenden Worten (ein Gespräch) kann nur dann zu einer sinnvollen Kommunikation werden, wenn eine positive Grundstimmung herrscht. In einer durch und durch feindlichen Grundstimmung kann ein Gespräch nicht positiv und/oder produktiv sein.

So kommt der erste grundlegende Punkt zustande:

1.) Sinnvolle Kommunikation entsteht nur mit einer positiven Grundhaltung

„Hah!“ Sagt jetzt der ein oder andere Personalentscheider! „Manch einer kommt hier rein und ich weiß sofort, der kann wieder gehen…..und trotzdem rede ich nett mit ihm. Und dann…..schmeiße ich ihn raus!“  Ja sie reden mit dem Bewerber. Er antwortet auf ihre Fragen. Und Kommunikation in dem Sinne in dem ich es oben formuliert habe ist es wohl, aber ist es eine Form der Kommunikation, die wünschens- oder erstrebenswert ist?

Also, wollen Sie etwas an der internen Bürokommunikation verändern und wollen dazu einmal einen neuen Ansatz testen, dann schaffen Sie eine positive Atmosphäre. Zu allererst mit sich selbst. Sind Sie noch genervt von dem was war und ist, dann wird sich erstmal auch nichts neues ergeben. Wenn Sie bereit sind, dann versuchen Sie es erneut.

2.) Was könnte Ihr Kommunikationsziel sein?

Erwarten Sie nicht zu viel von sich und den anderen. Überlegen Sie sich, ob man im Team funktionieren will oder ob es genügen würde, wenn man sich verbal wieder gegenübertreten könnte. Nicht jede Arbeitsgemeinschaft muss dringend als Team funktionieren und durch Hochseilgärten klettern. Einen anstrengenden Arbeitsalltag zu überstehen genügt ja fürs Erste.

Was die Ziele der Kommunikation sind muss man vorher wissen um die oben beschriebenen unangenehmen Kommunikationssituationen aus der eigenen Welt schaffen zu können. Und dieser Punkt hilft einem selbst oft am Meisten weiter.
Manchmal überlegt man sich dann nämlich schon vorher, ob man die gewünschte Reaktion beim Gesprächspartner überhaupt bekommen kann. Wenn dem nicht so ist, kann man sich zumindest andere Verhaltensformen oder Schritte überlegen, bei denen man positiver zum Ziel kommen kann.

Was denkt Ihr dazu? Mailt oder schreibt mir bei Facebook, Twitter oder Xing.

 

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