Das bin ich nicht – bin das ich?

Das bin ja wohl hoffentlich nicht ich?…..

„Klinge ich wirklich wie auf meiner Mailbox?“….ja….so leid es mir tut. Wer Ihnen sagt, dass sie anders klängen, der lügt. Tatsächlich ist der Klang, den Sie hören, wenn Sie Ihre Stimme einmal aufnehmen, derjenige Stimmklang, der von anderen Menschen gehört wird. Genau so klingen Sie – auch für andere.
Warum das so ist, ist wie so oft ganz logisch. Wenn man spricht, wird der Sprachschall von den Lippen nach vorne abgestrahlt. Ihr Gegenüber hört ausschließlich den abgestrahlten Schall. Ebenso wie jedes Aufnahmegerät. Das ist der äußere Sprachschall – so wie Sie wahrgenommen und gehört werden.

Sie selbst aber nehmen eine Kombination aus innerem und äußerem Sprachschall wahr. Denn während der Sprachproduktion, bewegen sich viele Muskeln, die viele Knochen und Knöchelchen bewegen. Die Schwingungen, die von den Stimmbändern verursacht werden, werden durch den Rachen- und Mundraum verformt und verlassen als ,äußerer Sprachschall‘ ihren Mund. Eben diese Schwingungen versetzen aber natürlich auch ihr Ansatzrohr und alle beteiligten Knöchelchen, Muskeln und Knorpel in Schwingungen. Diese Schwingungen werden vom zentralen Nervensystem und vom Ohr verarbeitet, das ist der ,innere Sprachschall‘. Da die physikalischen Schwingungen der Luft sich im Raum ausbreiten und so auch von außen auf Ihr Ohr treffen entsteht der von Ihnen selbst wahrgenommene Sprachschall. Eine Kombination aus äußerem und innerem Sprachschall.

So wie Sie sich selbst hören, hört Sie kein anderer. Niemand. Ehrlich! ….damit sind Sie ganz allein ;)

Aus diesem Grund ist es auch wirklich sehr sinnvoll, sich einmal damit auseinander zu setzen und sich an ihn zu gewöhnen – oder nicht. Sie können ihre Stimme natürlich auch trainieren.

Aber viele Menschen gehen die Sache leider ganz anders an. Im Sinne von „was ich nicht weiß macht mich nicht heiß“ weichen sie erschrocken zurück und tun so, als wüssten sie von nichts. Was wirklich überraschend ist. Denn ganz anders läuft es mit der Optik.
Wenn Sie an einem Spiegel vorbei laufen und sehen, dass Ihre Haare abstehen, Sie einen grünen Fleck im Gesicht haben, Ihnen der Rock halb in der Unterhose hängt oder Klopapier am Schuh, dann werden Sie auch nicht so tun als hätten Sie es nicht gesehen. WIE PEINLICH! Sie werden sich vor den Spiegel stellen und sich bemühen Ihre Optik zu bereinigen. Damit Sie sich wieder besser fühlen.
Das hat nicht einmal etwas mit besonderer Eitelkeit zu tun.  Wenn wir auf die Straße gehen, zum Job oder einfach nur einkaufen, dann wollen wir nicht, dass jeder direkt unser Privatestes sieht. Wir wollen nicht, dass man sieht, dass wir eben gerade noch auf der Toilette waren, oder dass man Spinat zum Mittagessen hatte. Und natürlich will man nicht unbedingt blöd aussehen.

Mit der Stimme verhält es sich jedoch unerklärlicherweise anders. Kaum jemand steht morgens auf und spricht sich ein. Kaum jemand bringt seine Sprechwerkzeuge in Form und macht sie alltagsbereit. Dabei zeigt der morgendliche Stimmklang genauso viel Privatheit, wie eine wuschelige Mähne oder ein unrasiertes Gesicht (bei jemandem der keinen Bart trägt).

Zu einem gepflegten äußeren Erscheinungsbild gehört natürlich auch eine gepflegte Stimme!

Wollen Sie wissen, was Sie tun können um Ihre Stimme für den Tag vorzubereiten oder haben Sie eine gezielte Frage dazu?
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